Andacht

Jahreslosung 2019:
Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34, 15

Friedensbild

 

Liebe Leserin, lieber Leser!
 

Im Frieden zu leben ist einerseits normal und andererseits unendlich wertvoll. Selbst auf einer fernen Insel im Atlantik wie Madeira, die zu der EU gehört, ist das friedliche Miteinander ein Genuss. Gastfreundschaft ohne jeden Vorbehalt gegenüber „Fremden“ zu erleben ist wohltuend und entspannend. Generationen sind im befriedeten Europa aufgewachsen; kriegerische Auseinandersetzungen mit Deutschlands Nachbarvölkern hat es seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Wie selbstverständlich haben Schusswaffen in unserem Leben allenfalls zu sportlichen Zwecken eine Daseinsberechtigung.
Und doch ist Frieden keine Selbstverständlichkeit. Geschichtsbücher sind voll von blutigen Auseinandersetzungen, ebenso Bilder der Nachrichten jenseits europäischer Grenzen.
Der Blick auf sich selbst gibt schon ein ganz anderes Bild. Wer kann schon von sich sagen: Ich habe Frieden mit mir selbst gefunden? Vom kleinen Hunger angefangen bis hin zu gesundheitlichen Problemen gibt es jeden Tag Auseinandersetzungen mit der eigenen Unzufriedenheit. Selbst wer alles hat, hat noch nicht das Glück für sich selbst gepachtet.
Zwischen Haben und Sein gibt es diese feinen Unterschiede. Jeder hat seine Glücksmomente oder jagt ihnen nach. Hoffnungsschimmer finden sich selbst im größten Kummer. Augenblicke erfüllter Gemeinsamkeit oder erfreutem Staunens. Doch keiner dieser Augenblicke ist von Dauer; schnell holt einen der Alltag ein, und die nächsten Probleme warten schon, bewältigt zu werden.
Was auch immer ich habe, habe ich früher oder später wieder herzugeben. Was ich aber bin, das kann mir keiner nehmen. Nachhaltiges Haben gibt es nicht in dieser Welt, so sehr ich auch danach jage. Nachhaltiges Sein dagegen finde ich bei dem, der über allen Dingen steht.
Ruhe und Frieden erfüllen so manche Sehnsucht. Sie stellen sich nicht von alleine ein.
Gott bietet seinen Frieden an, lässt ihn aber nicht zur Selbstverständlichkeit werden.
Es gilt, ihn zu suchen und zu finden, sich selbst zu bewegen und ihm nachzujagen. Wer dies wagt, die nötigen Schritte zu gehen, das Seine dazu zu tun, der kann ihn erreichen, finden bei dem, der den Unfrieden der Welt ans Kreuz getragen und am eigenen Leib überwunden hat.
So sei Ihnen im Jahr 2019 die Kraft zu wünschen, diesen Frieden an Leib und Seele zu finden.
Jeder unserer Gottesdienste endet mit dem Zuspruch von Gottes Segen.
Er kann Ihnen dabei helfen, zu diesem Frieden zu gelangen. Er wartet nur darauf, von Ihnen angenommen zu werden.


Ihr
Pf. Martin Schulz

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